Sanierungsträger Pro Potsdam

Planungswerkstatt im Dialog | Lustgarten

» Das Projekt

Im Herzen unserer Landeshauptstadt liegt der Lustgarten. Er gilt als der älteste Garten von Potsdam und wurde zum ersten Mal um 1600 erwähnt. Seit dieser Zeit war er vielen Veränderungen unterworfen. Vom Renaissancegarten über die Nutzung als Exerzierplatz oder den Bau des Ernst-Thälmann-Stadions bis zur Neugestaltung anlässlich der Bundesgartenschau 2001. Mit dem Brandenburger Landtag auf dem historischen Schlossgrundstück und mit seiner barocken Außenfassade wandelte sich die Bedeutung des Lustgartens 2013 erneut. Er wurde auch für viele Potsdamer wieder als Teil des ursprünglichen Ensembles im Herzen ihrer Stadt sicht- und fühlbar. Die emotionale Beteiligung der Bürgerschaft beim Thema Lustgarten ist gewachsen und findet in einer Diskussion um die Zukunft des Areals ihren Ausdruck.

Genau diese Diskussion soll nun 2014 ein konstruktiv-kritisches und sachliches öffentliches Forum erhalten. Die Potsdamer Stadtverordneten beschlossen eine Planungswerkstatt - sie wird begleitet von einem Beteiligungsverfahren mit der Potsdamer Bürgerschaft - bevor sie über die Konkretisierung der Sanierungsziele für den Lustgarten entscheiden. Sieben ausgewählte Planungsteams aus Stadtplanern, Architekten und Landschaftsarchitekten werden dafür Vorschläge erarbeiteten. Die Ideen und Anregungen aus der Debatte der Potsdamer werden in den Planungsprozess einfließen. Die Wünsche und Meinungen der Stadtgesellschaft, wie der Lustgarten in der Zukunft und wie die Zukunft des Lustgartens aussehen soll, sind wesentliche Bestandteile der Planungswerkstatt im Dialog.

Der Potsdamer Lustgarten soll Anziehungspunkt und attraktiver Platz im Herzen der Stadt und in den Herzen ihrer Bürger werden. Dafür braucht es die Stimmen der Potsdamer, die mit ihren Beiträgen die "Planungswerkstatt im Dialog - Lustgarten" voran und zu einem gemeinsamen Ergebnis bringen.


» Das Verfahren

Der Planungsprozess vereint zwei Elemente:
A) Das Beteiligungsverfahren, bei dem die Potsdamer Bürgerschaft miteinander und mit den Akteuren der Planungswerkstatt diskutiert und dessen Ergebnisse in die Planungswerkstatt einfließen.
B) Die Planungswerkstatt, bei der Entwürfe und Konzepte von sieben Planungsteams in Zusammenarbeit mit dem Gutachtergremium entstehen.

Beteiligungsverfahren und Planungswerkstatt sind eng miteinander verknüpft und greifen ineinander.

» Das Beteiligungsverfahren - der Dialog

A) Das Online-Forum

Auf der Webseite www.werkstatt-lustgarten.de ist dreimal jeweils einen Monat lang (von August 2014 bis Frühjahr 2015) Gelegenheit, über die Zukunft des Lustgartens mitzudiskutieren.

B) Die Info-Box

Auf dem Stadt-/Festplatz an der Breiten Straße steht während der drei Beteiligungsphasen die Info-Box für die Potsdamer offen. Hier können sie sich wie auch auf der Webseite über alle Aspekte der Planungswerkstatt informieren, sich am Dialog im Online-Forum beteiligen, aber auch schriftliche Beiträge im Briefkasten hinterlassen. Bei mehreren Veranstaltungen werden Experten für Stadt- und Landschaftsplanung, Geschichte und andere Disziplinen über die Entwicklung des Lustgartens informieren und Fragen der Bürger beantworten.

Alle Beiträge, ob aus dem Online-Forum oder aus dem Briefkasten der Info-Box, werden ausgewertet und fließen in die Diskussion der drei öffentlichen Werkstattgespräche ein.

C) Die Werkstattgespräche

Das erste öffentliche Werkstattgespräch ist am 29. September 2014, das zweite am 27. Februar 2015. Der Termin für das dritte Werkstattgespräch (Frühjahr 2015) steht noch nicht fest, wird aber rechtzeitig veröffentlicht, wie auch die Zeitabläufe und die Orte der drei Werkstattgespräche.
Als Moderator für die öffentlichen Werkstattgespräche wurde der ehemalige Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung und frühere Leipziger Oberbürgermeister, Wolfgang Tiefensee gewonnen, der heute wirtschaftspolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion ist. Unter seiner Diskussionsleitung debattieren das Gutachtergremium und die Planungsteams, Vertreter von Bürgerinitiativen und alle Potsdamer, die als Gast dabei sein möchten, Aufgaben und Ausrichtung, Anforderungen und Etappenergebnisse der Planungswerkstatt.
Die Beiträge der Bürgerschaft aus dem Online-Forum und dem Briefkasten der Info-Box sind dabei eine Grundlage der Diskussion. Je mehr Potsdamer die Chance nutzen, ihre Meinungen, Hinweise und Vorschläge in den Dialog einzubringen, um so mehr kann die Potsdamer Bürgerschaft am Planungsprozess mitwirken.

D) Die Beteiligungsphasen

» Erste Phase - 18. August bis 14. September 2014
In der Startphase steht die Aufgabe für die Planungsteams im Mittelpunkt. Die Potsdamer Stadtgesellschaft ist aufgerufen, den Teams ihre Wünsche und Vor-stellungen mit auf den Weg zu geben.

» Zweite Phase - 17. November bis 12. Dezember 2014
In der folgenden Phase stehen erste Ideenskizzen der Planungsteams zur Diskussion. Die Bürgerschaft ist gebeten, ihre Hinweise und Anregungen zu äußern.

» Dritte Phase - März 2015 (genauer Termin steht noch nicht fest, wird aber rechtzeitig veröffentlicht)
In der abschließenden Phase können die Potsdamer ihre Meinung zu den über-arbeiteten Konzepten der Planungsteams in den Dialog einbringen.

Die Beiträge der Potsdamer Bürgerschaft fließen sowohl in die drei Werkstattgespräche, als auch in den folgenden Entscheidungsprozess ein. Sie bilden neben den Konzepten und Ergebnissen der Planungsteams eine Grundlage für die Entscheidung der Potsdamer Stadtverordneten.

» Die Planungswerkstatt - Facharbeit

Für die Planungswerkstatt wurden die folgenden sieben Planungsteams ausgewählt:

1. Dietz Joppien, Frankfurt a. Main mit Rose Fisch, Berlin
2. WES, Berlin mit scheuvens und wachten, Köln
3. kleyer.koblitz.letztel.freivogel gesellschaft von architekten mit geskes .hack Landschaftsarchitekten, Berlin
4. Machleidt GmbH - Städtebau Stadtplanung mit ATELIER LOIDL Landschaftsarchitekten, Berlin
5. Gruppe Planwerk mit bgmr Landschaftsarchitekten, Berlin
6. Agence TER. de GmbH mit Agence TER. de, Karlsruhe
7. Post Welters Architekten & Stadtplaner, Dortmund mit RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten, Bonn

Beratend begleitet wird die Planungswerkstatt durch das Gutachtergremium. Zu ihm gehören Fach- und Sachgutachter und Sachverständige. Sie bringen sich vor allem in den Werkstattgesprächen in den Planungsprozess ein. Aufgaben des Gutachtergremiums sind der Dialog in der Planungswerkstatt, die Integration der Beiträge der Potsdamer und abschließend die Erarbeitung von Empfehlungen für die Entwicklung des Lustgartens und für die Entscheidung der Stadtverordneten zur Konkretisierung der Sanierungsziele und damit über die Zukunft des Lustgartens.

» Das Gutachtergremium

A) Fachgutachter 

Prof. Dr. Carl Fingerhuth, Stadtplaner, Zürich 
Helmut Riemann, Architekt (Gestaltungsrat), Lübeck 
Axel Lohrer, Landschaftsarchitekt, (Gestaltungsrat), München
Dr. Arnold Bartetzky, Kunsthistoriker, Leipzig
Dr. Rainer Emenlauer, Soziologe und Volkswirt, Berlin

B) Stellvertretende Fachgutachter 

Ulrich Becker, Stadtplaner, Berlin 
Bertel Kehlet Bruun, Landschaftsarchitekt , Hamburg
Prof. Dr. Barbara Engel, Stadtplanerin, Karlsruhe

C) Sachgutachter

Matthias Klipp, Landeshauptstadt Potsdam, Beigeordneter Stadtentwicklung, Bauen
Bert Nicke, Sanierungsträger Potsdam GmbH, Geschäftsführer
Ralf Jäkel, Die Linke, Vorsitzender Bauausschuss
Jan Lehmann, Weisse Flotte Potsdam GmbH, Geschäftsführer
N.N., Hotels Mercure, Potsdam

D) Stellvertretende Sachgutachter 

Andreas Goetzmann, Landeshauptstadt Potsdam, Fachbereichsleiter Stadtplanung und Stadterneuerung
Thomas Nolte, Sanierungsträger Potsdam GmbH
Jörg Winkler, Weisse Flotte Potsdam GmbH, Geschäftsführer
N.N., Vertreter des Bauausschusses

Die Potsdamer können ihre Meinungen und Anregungen, Ideen und Vorschläge auf verschiedene Weise und in drei Etappen in den Dialog einbringen.

» Abb. oben: Anlegestelle & Neptunbassin
(Sanierungsträger, Foto: A.Stadler)


Die erste Phase der Bürgerbeteiligung der Planungswerkstatt ist mittlerweile abgeschlossen; am 29. September 2014 fand das erste Werkstattgespräch statt. Ab dem 17. November 2014 folgte die zweite Phase der Bürgerbeteiligung, die ersten Entwürfen der sieben Planungsteam wurden ausgiebig diskutiert. Das zweite Werkstattgespräch findet am 10. März 2015 statt. Im Anschluss folgt vom 20. April 2015 an die dritte und finale Phase der Bürgerbeteiligung.

 

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